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Geschichte des Kindergartens Hünningen

(Auszüge aus “Hünningen-Heimat an den Grenzen”)

Schon 1825 hatte die Preußische Regierung die Schulpflicht eingeführt. Dieser weitsichtige Entschluss kostete den Staat aber große Anstrengungen. Denn die Dörfer mussten mit ansprechenden Schulbauten ausgerüstet und ausgebildeten Lehrern eingestellt werden.
Erst als in der Zwischenkriegszeit der Wohlstand langsam stieg und die Kinder in der Landwirtschaft als Arbeitskraft nicht mehr unabdingbar waren, richtete sich das Augenmerk der nun belgischen Schulbehörden auch auf die Kinder im Vorschulalter.
Auch in Hünningen reiften erste Pläne für einen Kindergarten. 1929 überließ die Kirchenfabrik den Hünningern die Alte Kirche.
Doch erst die Initiative von 27 Familienvätern gab 1954 den Anstoß, als sie die Eröffnung einer Kindergartenklasse bei der Gemeinde schriftlich beantragten. So wurden im September 1955 die Hünninger Jahrgänge 1950, 1951 und 1952 als erste Kindergartenkinder in der Dorfverwahrschule eingeschrieben.
Frau Irma Maraite übernahm die Klasse, die im damals nur mehr zu Vereinszwecken benutzten alten Gotteshaus untergebracht war.
Das Provisorium diente vier Jahre. Dann beschloss der Gemeinderat, einen Neubau in Auftrag zu geben. Die neue Verwahrschule sollte auf dem der Grundschule gegenüberliegenden Grundstück errichtet werden. Am 11. Februar 1962 fand die feierliche Einweihung und Einsegnung statt.
Der erste Schultag im neuen Gebäude war der 12. Februar 1962.
Zwischen 1972 und 1974 beherbergte das Gebäude dann die Grundschule, die wegen des Schulneubaus zeitweise geeignete Räumlichkeiten benötigte. Die Kindergartenklasse zog unterdessen in den gerade erbauten Saal Concordia.
Von 1986 bis 1999 beherbergte der Kindergarten die Pfarrbibliothek, die in einem Teil des ehemaligen Spielsaales eingerichtet wurde. Im August 1999 wurde die Bibliothek in die Kellerklasse der Primarschule verlegt.
Dank der steigenden Geburtenrate konnte im Oktober 1995  ein  zusätzlicher halber Stundenplan eingerichtet werden. Seit einigen Jahren sind die Geburtenzahlen aber wieder sinkend; am 1.9.2008 waren nur 11 Kinder im Kindergarten eingeschrieben.

Kindergärtner(innen) in Hünningen:

|Irma Maraite, Hünningen       |1955-1975|
|Agnes Theis, Bütgenbach     |1975|
|Irma Maraite, Hünningen     |1975-1978|
|Dieter Haep, St.Vith              |1978|
|Irma Maraite, Hünningen     |1978-1992|
|Alice Grün, Büllingen           | 1992-1995|
|Anja Sarlette, Nidrum           |1995-1997 (1/2 Stundenplan)|
|Nadja Bormann, Rocherath  |1997-1998 (1/2 Stundenplan)|
|Alice Grün, Bütgenbach       |1998-2006|
|Doris Velz, Mürringen        |seit 2006 (1/2 Stundenplan seit 2007)|
|Anita Gillessen, Krinkelt     |2007-2008 (1/2 Stundenplan)|
|Lydia Kohnenmergen, Hasenvenn  |seit 2008 (1/2 Stundenplan)|

Geschichte der Primarschule Hünningen

(Auszüge aus “Hünningen-Heimat an den Grenzen”

Der Bildungsauftrag lag ursprünglich in den Händen der Kirche. Hilfsgeistliche oder Vikare versammelten die Dorfjugend in einem ihrer Wohnzimmer zur Unterweisung.
Die Wahrscheinlichkeit dürfte groß sein, dass mit  dem Bau der Vikarie 1721 auch ein erster Schulbetrieb begonnen haben könnte. Vergleichbar mit dem heutigen Schulunterricht ist er allerdings nicht.       Es bestand keine Schulpflicht.

Am 21. Dezember 1824 notierte ein Schulinspektor, dass in Hünningen 32 Knaben und 30 Mädchen lebten. Als Lehrer war der Hünninger Johann Luxen tätig. Prüfungen hatte der junge Lehrer keine abgelegt. Er war lediglich vom Schulinspektor bestellt worden.
In Hünningen wurde 1835 ein erstes Schulgebäude, das ausschließlich diesem Zweck bestimmt war, gebaut.
Der Unterricht in Handarbeit wurde erst ab 1861 als obligatorisch erklärt.
1866: Über 90 Kinder besuchen die Schule Hünningen. Der Schulbesuch ist im Winter regelmäßig, im Sommer werden die Viehhirten von 10 bis 14 Jahren bis auf 8 Stunden die Woche vom Schulbesuch dispensiert.
1870 kam es zum Bau der sogenannten alten Schule.

Der Vaterlandswechsel hatte für die Schule weitreichende Folgen: Lehrpersonen mussten die Schule verlassen, andere sollten neu eingestellt werden. Seit September 1920 fand kein regelmäßiger Unterricht mehr statt.  Ab Dezember 1921 war wieder ein Lehrer im Ort tätig. Erst Mitte der 20er Jahre sollte das Personalkarussell zum Stillstand kommen: Mit Katharina Theis und später Albert Langer kamen Ruhe und Kontinuität in die „unsicheren Zeitverhältnisse des Übergangs“.

Der heute selbstverständliche schulfreie Mittwochnachmittag war bis zum 14. April 1958 eine Neuerung, die sich schnell durchsetzen  konnte. Seit dem 1. September 1971 erhielten die Schüler
auch samstags schulfrei.

Ende der 60er Jahre wurden in Hünningen Rufe nach einem neuen Schulgebäude  laut. Der Beginn der Arbeiten wurde auf den 17. April 1972 festgesetzt.
Das alte, hundertjährige Schulgebäude wurde geräumt. Der Unterricht fand von nun an im Kindergarten statt, während der Kindergarten in den neuerrichteten Saal Concordia zog.
Die offizielle Abnahme des Baues erfolgte am 26. März 1974. Am 28. April 1974 fand die Segnung der Räume und die Einweihung des neuen Gebäudes statt.
Ab nun stand dem Dorf eine sehr geräumige Schule mit einem Bastelraum im Keller zur Verfügung .
Eine komplette Dacherneuerung wurde schon 1985 notwendig.
Unmittelbar nach der Eröffnung der Schule stellten die Lehrpersonen und besonders die Kinder fest, dass der Schulhof eine grobe Fehlplanung war.
Eine Gesamtpflasterung des Hofes erfolgte im Jahre 1980.
Von der Straße wurde der Platz  1984 durch ein Eisengitter abgeschirmt.

Erst die Anlage eines größeren Beetes im Jahre 1994 brachte wieder etwas Natur in den grauen spielunfreundlichen Schulhof. 

Mit Ausnahme des Schuljahres 1960/61, in dem es drei Klassen gab, war unsere Schule immer zweiklassig. Nun aber machte sich der Geburtenrückgang auch in Hünningen bemerkbar. Lediglich eine Zusammenlegung mehrerer Schulen konnte die drohende Auflösung der Dorfschule abwenden.
So konnte die zweite Klasse trotz weiteren Geburtenrückgangs bis ins Schuljahr 1993/94 erhalten bleiben. Aufgrund einer Gesamtschülerzahl von nur mehr 16 Kindern sah sich der Schulträger  nun nicht mehr in der Lage, die zweite Klasse aufrechtzuerhalten.

Während der Schuljahre 1994/95 und 1995/96 bestanden nur noch anderthalb Lehrstellen für Hünningen. Seit dem 2. September 1996 gibt es in Hünningen wieder zwei Klassen, seit 1999 erlauben die Schülerzahlen sogar wieder einen zusätzlichen halben Stundenplan.

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